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Netz

Unter diesem Begriff findet sich auf der Werksübersicht von Katharina Hinsberg schon im Jahr 2003 eine erste monumentale Papierarbeit: Über ein Format von 196 x 157 cm breitet sich ein feines Geflecht aus langen dünnen Graphitlinien aus, entlang derer alle Leerstellen ausgeschnitten wurden. Die Fragilität dieser Arbeiten ist kaum zu überbieten; so sind sie auch nicht mehr in das Blattgeviert eingebunden, sondern ganz daraus herausgelöst. Die Linienführung erinnert an Organisches wie die Kapillaren, die „Haargefäße“ des Blutkreislaufs, und wenn wie in jüngerer Zeit kreisende Bewegungen mit dem Graphitstift zugrunde liegen, denkt man an Nester, Wurzelgeflechte oder Pilzrhizome. Bezeichnend für diese Gruppe ist die Feinheit der stehengelassenen Papierstege mit einem enormen Leerraum dazwischen. Im Verhältnis zur bewegten Netzstruktur erscheinen die weggeschnittenen Felder als umfasster Raum, der gewissermaßen eine eigene Körperlichkeit entwickelt, obwohl da in Wirklichkeit nichts ist.

Netz
Netz, 2017
Netz
Netz, 2016
Netz (I)
Netz (I), 2015
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