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Monophthong

Harald Kröners Werkgruppe „Monophthong“ steht in einem lockeren Zusammenhang mit der Serie „Yappanoise“, seinen ersten großformatigen Tuschzeichnungen. Während dort sorgfältig austarierte, lang gezogene Linien in unterschiedlichen Graustufen zusammen mit Falten und verdichteten Farbmarkierungen weite, luftige Bildräume mit großen Leerflächen entstehen lassen, verschiebt „Monophthong“ diesen Ansatz in eine intimere, fragmentierte Form.

Die Arbeiten der Serie entstehen durch das Zerschneiden einer großformatigen Papierarbeit, deren einzelne Segmente anschließend weiterbearbeitet und neu konfiguriert werden. Der ursprüngliche Bildzustand wird dabei bewusst aufgelöst und transformiert: Die Zeichnung zerfällt nicht, sondern vervielfältigt sich in neue, eigenständige Bildteile, die jeweils Spuren des ursprünglichen Ganzen in sich tragen.

Im Zentrum der Serie steht die Frage, wie sich die charakteristischen Weiten, die langen, atmenden Linien und die offenen Leerstellen der großen Zeichnung in kleineren Formaten bewahren und neu artikulieren lassen. Der Titel „Monophthong“ verweist dabei programmatisch auf diesen Gedanken: Als Ein-Laut, als kleinste sprachliche Einheit, wird er zur Metapher für die Verdichtung eines komplexen zeichnerischen Raums in minimale, aber weiterhin resonante Bildfragmente.

Monophthong #11
Monophthong #11, 2015
Monophthong #24
Monophthong #24, 2015
Monophthong #21
Monophthong #21, 2015
Monophthong #20
Monophthong #20, 2015
Monophthong #19
Monophthong #19, 2015
Monophthong #17
Monophthong #17, 2015
Monophthong #16
Monophthong #16, 2015
Monophthong #14
Monophthong #14, 2015
Monophthong #12
Monophthong #12, 2015
Monophthong #30
Monophthong #30, 2015
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