Ralf Peters



In der Werkgruppe “Skylines Tag” montiert Peters versatzstückartig Naturmotive vor weißem Hintergrund, der die Aufmerksamkeit der Betrachtenden nahezu vollständig absorbiert. Die Motive wurden zunächst horizontal fotografiert, anschließend am Computer ausgeschnitten und in ein schlankes Hochformat gesetzt, um den Blick der Betrachtenden gezielt auf die Motive zu fokussieren. Dieser Anordnung haftet eine Künstlichkeit an: Durch das hohe Format werden die Motive an den unteren Bildrand gedrängt, sie wirken unnatürlich, aus ihrem Kontext entrissen. Als würde man lange in die Wolken blicken, scheinen die Konturen von Dünenlandschaften, Stränden oder Felsen am Horizont, der Trennlinie zum Hintergrund, zu verschwimmen. Durch seine Bildauswahl kreiert Peters eine neue Perspektive auf bildliche Ordnungssysteme für die Landschaftsdarstellung. Wie bei “Syklines bei Nacht” arbeitet der Künstler weiterhin an dieser Serie und ergänzt sie konzeptionell.