Ralf Peters



„Candies“ nennt Peters seine Bilderserie (2002-2003) knallig bunter abstrakter Kompositionen. Peters suchte Urlaubsorte auf und verunklärt die Bildmotive durch die Nutzung einer weiten Blende, welche die Fokussierung der Linse auf die fotografierten Objekte verhindert und ihre Plastizität und die Formen fotografierter Räume nahezu vollständig auflöst. Eine anschließende Bearbeitung der Farbe, Tonwerte und Sättigung reißt die Konturen der fotografierten Motive auf und intensiviert den bonbon-bunten Effekt.
Seine bunten und abstrakten fotografierten Landschaften, Gesellschaften und Badestrände erinnern an die abstrakte Malerei der Impressionisten und Fauvisten, die Farbe zur Vermittlung eines subjektiven Sinneseindrucks verwendeten, anstatt möglichst realistisch die persönlichen Beobachtungen der Umwelt abzubilden. Wie die Künstler der malerischen Avantgarde, spielt für Peters die Herausbildung einer neuen Optik und der Farblehre eine tragende Rolle und strebt nach der Herausbildung eines neuen Sehens auf die digitale Gesellschaft.