Ralf Peters



Wie in der Serie „Winter” widmet sich Peters in der Serie „Night/Colors” (2010-2015) der Nacht. Neben Bäumen zählen auch Brücken und Architekturen zu den Hauptmotiven, die Peters mithilfe von Scheinwerfern ausgeleuchtet hat, um die Oberflächendetails theatralisch zu inszenieren. Die Wirkung der leuchtenden skulpturalen Körper wird durch den kontrastierten nachtschwarzen Hintergrund intensiviert. Dadurch wirken diese alltäglichen Objekte nahezu transzendent und sind im Vergleich zur Serie „Winter” pathetisch überhöht. Wirken die Bilder doch künstlich schwebend und aus ihrem Umfeld wie herausgerissen. Peters hinterfragt auch in dieser Serie, ob es sich um die authentische, am Computer un-nachbearbeiteten Dokumentation einer Szene handelt oder um eine geschickt konzipierte Montage des Sichtbaren. Dieses Paradox ist die charakteristische Bildsprache Peters, die Bilderflut der Massenmedien hinsichtlich Ihres Wahrheitsanspruchs zu durchleuchten.