Ausstellungen



Plastische Fotografie

17.04.2004 - 19.06.2004


Ralf Peters hat in den vergangenen Jahren in immer neuen Ansätzen die Wahrnehmungskriterien unserer Zeit in seinen künstlerischen Recherchen beleuchtet. Peters bedient sich in seiner digitalen Bearbeitung „plastischen Bildmaterials“, das ein dem Anschein nach getreues Abbild der Welt verspricht. Die so entstandenen Serien belichten Phänomene unserer Zeit neu. Er setzt die Fotografie nicht dokumentarisch, sondern erfindend ein und nutzt die der Fotografie eigene Überzeugungsmacht geschickt aus. Im digitalen Zeitalter, in dem das Bild unsere Wahrnehmung beherrscht, fordern uns die Bilder von Ralf Peters zu einem „nachdenkenden“ Sehen und Verstehen auf.
„Gerade in seinen Serien wird diese Haltung der Skepsis, die die Distanz zwischen betrachtender Person und Bildwelt gegen deren Verführungsmacht wahrt, gefördert. Denn das Vergleichen zwischen den einzelnen Bildern der Reihe lässt die Mechanik der Illusion erst deutlich werden, da es ein zwischenzeitliches Aussteigen aus der Bildwelt bedingt. Fotografien haben also nicht nur dokumentarische Funktion, sondern in hohem Maße auch projektiven Charakter – sie projezieren ihr Bild über die Wirklichkeit.“
Daniel Spanke zitiert aus: “Ralf Peters, Plastische Fotografie“, 2004, Edition Bernhard Knaus

Neben den Reihen „Indoors“ und „Skyline“ zeigen wir Arbeiten aus der neuen Serie „Candies“, die sich durch ihre verschwimmende, an Aquarelle erinnernde, Oberflächenstruktur von den vorangegangenen Serien abheben. Die Werke der „Candies“ changieren mit leuchtenden Farbflächen zwischen den Medien der Malerei und Fotografie. Zwischen Reduktion und Abstraktion inszeniert, lässt sich für den Betrachter das Motiv nicht eindeutig erschließen. Das mysteriöse und faszinierende Phänomen der Unschärfe verführt und sperrt sich gleichermaßen.
Die Bilder bleiben rätselhaft.